Vorsicht beim Nachfüllen von Frostschutz
Der Frostschutz im Kühlmittel verhindert das Einfrieren im Winter, was das Kühlsystem beschädigen oder im schlimmsten Fall den Motor zerstören kann. Deshalb sollte man regelmäßig einen Blick auf den Vorratsbehälter werfen, rät Alexander Bausch von TÜV SÜD. Neben der Füllmenge ist auch die Konzentration des Kühlmittels wichtig. Es sollte mindestens bis minus 25 Grad Sicherheit bieten. Dazu wird ein Frostschutz-Prüfer benötigt, der relativ günstig an Tankstellen, in Baumärkten oder im Kfz-Zubehörhandel erhältlich ist. Allerdings ist bei einem Nachfüllen Vorsicht geboten. Nicht alle Frostschutzmittel darf man miteinander mischen oder sind für den Motor geeignet.
Besonders problematisch ist das Mischen von silikathaltigem und silikatfreiem Kühlerfrostschutz. Beide enthalten Monoethylenglykol als Hauptbestandteil, können jedoch bei Vermischung chemische Reaktionen hervorrufen. „Das kann den Korrosionsschutz verringern, Verklumpungen verursachen und die Kühlwasserpumpe beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall droht ein teurer Motorschaden“, gibt der TÜV SÜD-Fachmann zu bedenken.
Grundsätzlich sollte das vom Hersteller empfohlene Frostschutzmittel verwendet werden. Dessen Spezifikation steht in der Betriebsanleitung oder oft direkt auf dem Kühlmittelbehälter. Die Farbe des Frostschutzes gibt keinen Hinweis auf den Typ, da Hersteller diese frei wählen können. Bei Unsicherheiten sollte man eine Werkstatt ansteuern.
Aber nicht nur die Kühlerflüssigkeit muss stimmen, auch die Scheibenwaschanlage muss vor einem Einfrieren geschützt werden. „Spiritus ist als Frostschutzzusatz im Auto nicht geeignet. Denn auf der kalten Scheibe bilden sich gleich nach dem Wischwassereinsatz wieder kleine Eiskristalle“, beschreibt Bausch die Problematik. Frostschutzmittel aus dem Handel enthalten dagegen Kleinstmengen von Glykol oder Glyzerin und lösen so das Problem. Zudem enthalten sie Tenside für eine bessere Reinigung. Die Reinigungsmischung aus Frostschutz und Wasser sollte - je nach Region - Temperaturen von minus 20 bis 25 Grad standhalten. „Wer sich das Selbstmischen nicht zutraut, greift lieber zu den Fertigmischungen“, rät der TÜV SÜD-Fachmann.